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Saisonvorschau ZVW
Von: guek

Quelle: Zeitungsverlag Waiblingen

Ohne Ruben Sigle wird es schwieriger

Mathias Schwardt, vom 11.09.2013 00:00 Uhr
SF
SF Schwaikheim. Hinten von links: Julian Heyden, Johannes Bayha, Fabian Bayha, Simon Bayha, Marvin Itterheim, Simon Lorenz, Maik Gronwald. Mitte: Melanie Seeger (Physiotherapeutin), Jochen Knauß (Co-Trainer), Marc Jung, Timo Leonhardt, Jochen Kubach, Chris Hellerich, Tobias Mühlpointner (Trainer). Vorne: Tom Hönig, Timo Wissmann, Dennis Kellner, Kevin Barth, Yu Chi Weii, Stephan Gebhardt, Marcel Wied.Foto: ZVW

In der vergangenen Württembergliga-Saison sind die Handballer der SF Schwaikheim überraschend Sechster geworden. Diesmal lautet das Ziel „einstelliger Tabellenplatz“. Das sei aber sehr optimistisch formuliert, so Trainer Tobias Mühlpointner. Besonders der Weggang des in der Vorsaison überragenden Ruben Sigle schmerzt.

Bei Schwaikheim war der zum TV Oppenweiler in die Baden-Württemberg-Oberliga gewechselte Akteur oft schon deshalb ein spielentscheidender Faktor, weil er für einfache Tore sorgte. „Ruben Sigle war unser bester Schütze. So einen wurfkräftigen Spieler haben wir jetzt nicht mehr“, sagt Mühlpointner. Deshalb müsse die Mannschaft nun noch mehr auf spielerische Elemente setzen. „Wir sind aber noch nicht so weit, wie ich’s gerne hätte. Die Abstimmung dauert noch.“

Nach Sigles Abgang und dem des besonders für die Harmonie in der Mannschaft sehr wichtigen Michael Gerger müssen im Rückraum andere in die Bresche springen. Gut für Schwaikheim ist, dass Gregor Rentschler von seinem berufsbedingten Auslandsaufenthalt aus Malaysia zurückkehrt. Allerdings erst zu Rundenbeginn am Wochenende, dem Derby gegen die SV Remshalden. Fehlen wird in den ersten fünf Saisonpartien dagegen Außenspieler Marcel Wied (Urlaub).

Neu hinzubekommen haben die Schwaikheimer Außenspieler, von denen sich Mühlpointner erhofft, dass sie mittelfristig auch im Rückraum Verantwortung übernehmen können. Das betrifft besonders Tom Hönig, der mit der Bietigheimer A-Jugend in der Bundesliga spielte, sowie den Linkshänder Timo Leonhardt vom BWOL-Absteiger TSV Schmiden. „Wir haben verschiedene Varianten ausprobiert im Rückraum“, sagt Mühlpointner.

Der Coach erwartet nicht nur wegen der personellen Wechsel eine schwierige Runde für Schwaikheim. In der Saison 2012/13 gab’s in der Württembergliga keinen BWOL-Absteiger. Jetzt sind’s gleich drei, die naturgemäß zu den Favoriten gehören. Hinzu kommt mit der SG Bottwartal ein ambitionierter Aufsteiger. Das Schwaikheimer Ziel „einstelliger Tabellenplatz“ sei deshalb sehr optimistisch gesetzt, sagt Mühlpointner. „Wir müssen uns schon ranhalten. Aber mit einem Lauf wie letztes Jahr könnte es reichen.“

Einen Dämpfer gab’s indes schon: Die SF scheiterten in der ersten Runde des Verbandspokals aufgrund einer schwachen Leistung überraschend beim klassentieferen VfL Pfullingen II.